Lokführer im Führerstand eines modernen Zuges, Eisenbahn Jobs in Bremen bei der Fair Work GmbH

Lokführer als Quereinsteiger: So gelingt der Umstieg

Lokführer ist einer der wenigen Berufe, in die Sie auch ohne klassische Ausbildung im Bahnbereich wechseln können. Als Lokführer Quereinsteiger durchlaufen Sie eine Umschulung von rund 9 bis 13 Monaten und übernehmen danach einen der gefragtesten Jobs auf der Schiene. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Voraussetzungen Sie erfüllen müssen, wie die Umschulung abläuft, was Sie verdienen können und wie Sie in Bremen und Umgebung direkt durchstarten.

Warum sich der Quereinstieg als Lokführer lohnt

Den Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland fehlen seit Jahren tausende Triebfahrzeugführer, und der Bedarf wächst weiter, weil mehr Verkehr auf die Schiene verlagert wird und viele erfahrene Lokführer in den Ruhestand gehen. Für Sie als Quereinsteiger bedeutet das: sehr gute Übernahmechancen, ein sicherer Arbeitsplatz und Arbeitgeber, die aktiv um neue Kolleginnen und Kollegen werben. Wer die Umschulung erfolgreich abschließt, hat beste Aussichten auf eine unbefristete Anstellung.

Voraussetzungen: Wer kann Lokführer werden?

Für den Quereinstieg als Lokführer brauchen Sie kein Abitur und keine Vorerfahrung im Bahnbereich. Diese Voraussetzungen sollten Sie erfüllen:

  • Mindestalter: in der Regel 20 Jahre
  • Abgeschlossene Berufsausbildung oder mehrjährige Berufserfahrung (von den meisten Bildungsträgern gewünscht)
  • Gesundheitliche Tauglichkeit: gutes Seh- und Hörvermögen, Belastbarkeit; geprüft in einer medizinischen und psychologischen Eignungsuntersuchung
  • Deutschkenntnisse mindestens auf Niveau B1, besser B2
  • Bereitschaft zu Schicht-, Nacht- und Wochenendarbeit
  • Zuverlässigkeit, Konzentrationsfähigkeit und technisches Grundverständnis

Die Eignungsuntersuchung ist verpflichtend und wird von zugelassenen Untersuchungsstellen durchgeführt. Sie prüft unter anderem Reaktionsvermögen, Konzentration und Stressresistenz. Keine Sorge: Die Untersuchung ist machbar, wenn Sie gesund sind und ausgeschlafen erscheinen.

Die Umschulung zum Triebfahrzeugführer: Ablauf, Dauer, Kosten

Die Umschulung dauert je nach Bildungsträger rund 9 bis 13 Monate in Vollzeit. Sie kombiniert Theorie (Betriebsdienst, Signale, Fahrzeugtechnik, Regelwerke) mit praktischen Fahrstunden auf dem Führerstand. Am Ende stehen die theoretische und praktische Prüfung sowie der Triebfahrzeugführerschein, mit dem Sie im Personen- oder Güterverkehr eingesetzt werden dürfen.

Förderung: In vielen Fällen kostet Sie die Umschulung nichts

Wenn Sie arbeitsuchend sind oder Ihr Arbeitsplatz gefährdet ist, übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter die Kosten häufig vollständig über einen Bildungsgutschein. Auch aus einer bestehenden Beschäftigung heraus gibt es Fördermöglichkeiten. Lassen Sie sich vor der Anmeldung beim Bildungsträger beraten und klären Sie die Förderung zuerst.

Lokführer Gehalt: Was verdienen Quereinsteiger?

Direkt nach der Umschulung liegt das Einstiegsgehalt je nach Region, Unternehmen und Tarifvertrag meist zwischen 2.800 und 3.400 Euro brutto im Monat. Mit Berufserfahrung sind 3.500 bis 4.200 Euro und mehr möglich. Dazu kommen Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, die das Monatsgehalt um mehrere hundert Euro erhöhen können. Weil qualifizierte Lokführer so gefragt sind, wird im Bahnbereich häufig übertariflich gezahlt.

Wie hoch Ihr Gehalt konkret ausfällt, hängt vor allem von diesen Faktoren ab:

  • Einsatzgebiet: Güterverkehr, Personennahverkehr oder Rangierdienst
  • Schichtmodell und Anteil der Nacht- und Wochenendschichten
  • Tarifbindung und Region des Arbeitgebers
  • Zusatzqualifikationen, etwa weitere Baureihen oder Streckenkunde

Ihr Weg zum Lokführer in 5 Schritten

  1. Beratung und Fördercheck: Klären Sie mit der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter, ob ein Bildungsgutschein möglich ist.
  2. Eignungsuntersuchung: Medizinische und psychologische Tauglichkeit bei einer zugelassenen Untersuchungsstelle nachweisen.
  3. Umschulung: 9 bis 13 Monate Theorie und Praxis beim Bildungsträger Ihrer Wahl.
  4. Prüfung und Triebfahrzeugführerschein: Theoretische und praktische Abschlussprüfung bestehen.
  5. Jobstart: Mit dem Führerschein in der Tasche bei einem Bahnunternehmen oder einem spezialisierten Personaldienstleister wie Fair Work einsteigen.

Ist der Quereinstieg das Richtige für Sie?

Der Lokführerberuf bietet viel: Verantwortung, Eigenständigkeit, einen sicheren Arbeitsplatz und ein Gehalt, das sich sehen lassen kann. Dafür sollten Sie mit unregelmäßigen Arbeitszeiten leben können, denn Züge fahren auch nachts und am Wochenende. Wer gern allein arbeitet, einen kühlen Kopf behält und Wert auf einen krisensicheren Job legt, ist auf dem Führerstand richtig. Wer feste Bürozeiten braucht, eher nicht. Sie möchten schneller in den Bahnbetrieb einsteigen? Dann sind auch die Berufe Rangierbegleiter und Wagenmeister einen Blick wert, beide mit deutlich kürzerer Qualifizierung.

Führerschein Klasse A und Klasse B: der Unterschied

Der Triebfahrzeugführerschein wird in zwei Klassen ausgestellt. Klasse A berechtigt zu Rangierfahrten, etwa im Depot oder auf Baustellen. Klasse B berechtigt zu Streckenfahrten im Personen- und Güterverkehr. Welche Klasse Sie brauchen, hängt vom Einsatzgebiet ab. Fair Work sucht laufend Lokführer beider Klassen.

Quereinstieg in Bremen: So starten Sie bei Fair Work

Fair Work ist Personaldienstleister mit Spezialisierung auf den Bahnbereich. Sie werden bei uns unbefristet und fair bezahlt angestellt und bei Bahnunternehmen in Bremen und bundesweit eingesetzt, mit festen Ansprechpartnern und planbaren Einsätzen. Einen Überblick über alle Rollen vom Lokführer bis zum Rangierbegleiter finden Sie auf unserer Seite Eisenbahn-Jobs in Bremen. Die Bewerbung dauert nur wenige Minuten: Jetzt bewerben.

Häufige Fragen zum Quereinstieg als Lokführer

Wie lange dauert die Umschulung zum Lokführer?

In der Regel 9 bis 13 Monate in Vollzeit, inklusive Theorie, Praxisfahrten und Abschlussprüfung.

Was kostet die Umschulung?

Bei einer Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit übernimmt der Staat die Kosten in vielen Fällen komplett. Ohne Förderung liegen die Kosten je nach Träger im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich.

Kann ich Lokführer ohne Ausbildung werden?

Ja. Vorerfahrung im Bahnbereich ist nicht nötig. Eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Beruf oder mehrjährige Berufserfahrung wird von den meisten Bildungsträgern vorausgesetzt.

Bin ich mit 40 oder 50 Jahren zu alt für den Quereinstieg?

Nein. Entscheidend ist die gesundheitliche Tauglichkeit, nicht das Alter. Viele Quereinsteiger wechseln nach vielen Jahren in einem anderen Beruf auf die Schiene.